{asdasd}
 
Sie sind hier: Sennestadt | 
Freitag, 6. Dezember 2013

»Jahnplatz-Sperrung bis ins Detail prüfen«

Stadtentwicklungsausschuss fordert Präzision ein

Bielefeld(-md-). Am Verkehrsgutachten zur Stadtbahn 2030 inklusive einem möglichst autofreien Jahnplatz kann weitergearbeitet werden. Der Stadtentwicklungsausschuss hat jetzt wie die Bezirksvertretung Mitte die Verwaltungsvorlage diskutiert und empfiehlt dem Stadtrat, das Konzept entsprechend zu beschließen. Demnach sollen die Gutachter insgesamt drei Varianten für eine mögliche Verkehrslenkung durchspielen.

Laut bislang vorliegendem Gutachten ist die Integration der oberirdischen Stadtbahnlinie 5 in den Platz möglich. Genauer betrachtet werden soll das »Szenario 2« mit einstreifigem Straßenverkehr von Herforder Straße bis Oberntorwall, »Szenario 4« mit der Vollsperrung des Platzes sowie »Szenario 5« mit einspuriger Verkehrsführung im Bereich Jahnplatz und Abbindung des Niederwalls. Besonderes Augenmerk sollen die Gutchter bereits in der Ausgangsbetrachtung des Platzes auf die Bedeutung für Fußgänger und Radfahrer legen. Zudem seien deren künftige Nutzungsansprüche detailliert zu berücksichtigen.

Allerdings warnte Hartmut Meichsner (CDU) schon im Vorfeld davor, die Auswirkungen von verkehrslenkenden Maßnahmen und Stadtbahn nicht weit genug zu betrachten. Allein die unterschiedliche denkbare Trassenlage zwischen Jahnplatz und Kreuzstraße, seitlich oder mittig im grünen Band, hätte nach seiner Ansicht sehr differenzierte Folgen für den Individualverkehr.

Meichsner fordert, auch Auswirkungen der Stadtbahnlinie auf OWD, Niederwall-Knotenpunkt mit Detmolder Straße, August-Bebel-Straße und Adenauerplatz unbedingt zu berücksichtigen. Meichsner: »Je nach Lage der Trasse auf der Artur-Ladebeck-Straße ist die Beeinträchtigung individuell sehr unterschiedlich.«

Für bis zu 125 000 Euro sollendie Gutachter nicht nur eine umfassende Bestandaufnahme des Jahnplatzes erstellen, sondern Szenarien wie die Vollsperrung des Platzes regelrecht »durchspielen«. Bei den Politikern stößt die Idee einer bis zu drei Tage dauernden probeweisen Sperrung des Platzes für reichlich Skepsis. Aus Horst Grubes (SPD) langjähriger Erfahrung werde es in der Praxis keinen autofreien Jahnplatz geben. Seine Kollegen warnen bereits vor der Probesperrung, die nichts als »Chaos verursachen werde«. Und das, ist Hartmut Meichsner überzeugt, werde bis weit in die Nebenstraßen die gesamte Innenstadt lahmlegen. Das letzte Wort hat der Rat.

Quelle: Westfalen-Blatt, 06.12.2013


© 2018 CDU Bielefeld - Sennestadt